Piolet D`OR

Beim Piolet d`Or werden einmal jährlich Bergsteiger/innen ausgezeichnet, die eine besonders nachhaltige Art des Bergsteigens (Alpinstil) betreiben. Besonders im Vordergrund stehen dabei kulturelle, soziale und umwelttechnische Aspekte des Bergsteigens weltweit. Ziel ist es vor allem die moderne Art des Bergsteigens, also die Frage nach dem Stil und der Nachhaltigkeit der Besteigungen zu hinterfragen und die herausragendsten  Vorschläge mit dem Piolet d`Or – dem Oscar der Bergsteiger – unabhängig vom Bekanntheitsgrad der Akteure zu würdigen.

Erhaltung des „Alpinstil“-Gedankens

Der Begriff Alpinstil wurde bereits früh in den Alpen geprägt und bedeutet, dass auch höchste Berge bis hin zu den Achttausendern in kleinen Seilschaften, ohne Fremdhilfe und ohne präparierte Routen (Fixseile) bewältigt werden. Es werden dabei auch keine technischen Hilfsmittel, wie zB. Flaschensauerstoff oder Leitern usw. verwendet. Die verwendeten Zelte werden selbst auf-und vor allem wieder abgebaut. Beim Alpinstil werden keine Gegenstände am Berg zurückgelassen. Das Bergsteigen erfolgt auch auf den hohen Bergen wie in den Alpen. Mit dieser Vorgangsweise am Berg werden somit auch wichtige kulturelle, soziale und umwelttechnische Aspekte in den Ländern berücksichtigt. Als Gegensatz zum Alpinstil wird der Expeditionsstil bezeichnet, bei dem Hochträger, Flaschensauerstoff, Fixseile und generell ein hoher technischer Aufwand betrieben wird, um den Gipfel zu erreichen.

Ich bin froh, diesen Leitgedanken seit Mai 2012 unterstützen zu können und somit einen Beitrag zum nachhaltigen Bergsteigen unter besonderer Berücksichtigung der soziokulturellen Aspekte in den verschiedenen Ländern leisten zu können.

Alle Informationen zur Veranstaltung www.pioletsdor.com